Chronik
Der Alchimist (RON 14 Hal)Marmortränen I (EFF 14 Hal)
Marmortränen II (TRA 14 Hal)
Marmortränen III (TRA 14 Hal)
Marmortränen IV (TRA 14 Hal)
Marmortränen V (TRA 14 Hal)
Ein Elixier zu Brauen (TRA 14 Hal)
Das Steinerne Schiff (TRA 14 Hal)
Rückkehr zum Schwarzen Keiler (TRA 14 Hal)
Der Zirkus in Gratenfels (TRA 14 Hal)
Über den Greifenpass I (TRA 14 Hal)
Über den Greifenpass II (TRA 14 Hal)
Kopfgeldjagd im Kosch I (BOR 14 Hal)
Kopfgeldjagd im Kosch II (BOR 14 Hal)
Eiseskälte (BOR 14 Hal)
Der Flug der Chimäre (BOR 14 Hal)
Vergessen im Kerker (BOR 14 Hal)
Feenflügel I (BOR 14 Hal)
Helden: Isindia, Elko, Gerion, Rowin, Ordon, CorbanFeenflügel II (BOR 14 Hal)Meisterpersonen: Tsania, die Töpferin
Plötzlich erschien die Tür in der Wand der Hütte erneut und die verwahrloste Frau aus dem Kerker des Turms purzelte zusammen mit einem Fremden in den Raum hinein, ehe die Tür augenblicklich wieder verschwand. Der Fremde schien der "Südländer" aus der Gruppe zu sein, welche die Helden in Passweiler getroffen hatten und die sich aus so schändliche Art und Weise des Ogeramuletts bemächtigt hatten, ehe sie die Bewohner und die Helden sprichwörtlich im Stich ließen.
Während sich Gerion um die vollkommen entkräftete Frau kümmerte, bedrängten die Helden den "Südländer", der sich als Corban vorstellte und vorgab, auf der Suche nach den Helden gewesen zu sein. Er sei mit dem Magier, dem Zwerg und dem sonderbaren Mann in Streit über deren feiges und unmoralisches Verhalten gekommen, welcher darin endete, dass man ihn überwältigt und seiner Waffe beraubt zurückließ. Er hätte die drei in Gratenfels kennengelernt und sich ihnen in Unwissenheit über deren eigentlich Vorhaben angeschlossen, um über den Kosch zu reisen. Der Magier gab an, seinen Lehrmeister besuchen zu wollen, der in einem kleinen Dort nahe der Passtrasse wohnt. Nicht ganz von der Redlichkeit des Fremden überzeugt, beschlossen die Helden zunächst, ihn nicht für die Tat von Passweiler zu bestrafen und ließen von ihm ab. Auch, da er recht offensichtlich außer einem Linkhanddolch keine Bewaffnung trug.
Außerhalb der Hütte konnten Rowin und Ordon zunächst, auch auf Grund der finsteren Nacht, nicht viel entdecken. Das kleine Blockhaus befand sich auf einer weiten Wiese, welche in einigen hundert Schritten Entfernung von einem Wald begrenzt wurde, während sich in ähnlicher Entfernung hinter der Hütte ein steiler Berghang abzeichnete.
Währenddessen entdeckten Elko und Isindia im Innern der Hütte einige Bücher und Schriftstücke, eine Karte sowie eine Truhe mit zum Teil wertvoll erscheinenden Frauenkleidern, welche Isindia für sich beanspruchte. Der Magier und die Entdeckerin machten sich daran, zumindest die interessant erscheinenden Bücher zu lesen. Dabei handelte es sich hauptsächlich um Zauberbücher, die in Bosparano verfasst waren.
Am nächsten Morgen entdeckte Ordon einen kleinen Fluss, welcher hinter einigen Hügelkuppen entlang in Richtung des Waldgebietes floss. Man beschloss nach einem kurzen Vergleich der in dem Blockhaus gefundenen Karte, dem Flusslauf zu folgen, um so eventuell einige markante Punkte entdecken zu können, welche den Helden ihre Position auf der Karte verraten würde. Schnell wurde allen klar, dass es sich hier um ein vollständig von steil aufragenden Klippen umgebenes Tal von ovaler Form zu handeln schien, welches gut drei Tagesmärsche in der Länge, sowie ungefähr zwei Tagesmärsche in der Breite maß. Corban ließ man bei der Hütte zusammen mit der noch stark geschwächten Frau, welche sich in einem Moment der Besinnung als Tsania vorstellte, zurück. Immerhin ließ sich Elko erweichen, beiden eine von seinen Tagesrationen an Nahrung abzutreten.
Des Mittags zogen die Helden los, ehe sich des späten Nachmittags den Waldesrand erreichten. Ein Marsch entlang des Flusses erschien auf Grund der dichten Vegetation und der weit in das Flussbett hineinragenden Wurzeln und Büsche von nun an derart unwegsam, dass man vom Flusslauf abwich und den Wald umgehen wollte. Nach einigen Meilen entdeckte Elko vom Waldrand aus auf einer Lichtung ungefähr dreißig Schritt zwischen den Bäumen hindurch eine rot schimmernde Blume, welche er als Drachenschlund identifizieren konnte und machte sich daran, es auch gleich zu pflücken. Doch ehe er sich der Pflanze widmen konnte, musste er rasch aus dem Wald flüchten ,weil sich etwas Großes und Schweres durch den Wald auf ihn zu bewegte. Erst bei genauer Beobachtung entdeckte Rowin einen Drachenschwanz im Zwielicht zwischen den Bäumen, woraufhin er und Ordon beschlossen, dem Mistvieh den Garaus zu. Nach kurzer Diskussion entschloss man sich jedoch, unnötigen Gefahren aus dem Weg zu gehen und die Lichtung sowie den Wald zu meiden.
Das Nachtlager schlug die Gruppe schließlich auf einem schmalen Streifen Gras zwischen dem Wald sowie einem Sumpfgebiet, welches sich im Verlauf des Abends auf dem Marsch nach Südosten immer näher an den Wald heranzog. Gegen Mitternacht versuchten wahrscheinlich Elfen oder Feen den armen Elko mit ihren Zaubergesängen in den Sumpf zu locken, und nur dank einem energischen Auftreten des mit Armbrust bewaffneten Zwergs und des fürsorglichen Rowins konnte Elko aus seiner Trance zurück geholt und an einem Marsch in den nächtlichen Sumpf gehindert werden.
Bei Anbruch des Tages bemerkten die Helden, dass des Nachts ihre Ausrüstung durchwühlt worden war. Der Einzige, der von seinen Habseligkeiten etwas vermisste, war jedoch Elko. Der magische Handspiegel, den man der Hexe vor einigen Tagen abgenommen hatte, fehlte in seinem Rucksack. Stattdessen fand er darin den roten Drachenschlund, welches man am Tag zuvor noch wohl wissend ob der drohenden Gefahr durch den Drachen im Wald zurückgelassen hatte. Nachdem man sich darauf keinen rechten Reim machen konnte, entdeckte Rowin in der nähe des Lagerfeuers die Spuren eines Baumdrachen, welche jedoch abrupt endeten. Den Rest des Weges zurück zu seinem Hort hat dieser offenbar zusammen mit seiner Beute fliegend zurückgelegt. Ergebnislos zogen die Helden weiter.
Nachdem man Mittags noch immer damit beschäftigt war, den an den Wald angrenzenden Sumpf zu umrunden, beschloss Elko, sich in einen Raben zu verwandeln und die Orientierung zeitsparender aus der Luft vorzunehmen. Er erkannte einige Meilen weiter, direkt in der Mitte des Tals einen großen See, sowie auf der anderen Seite des Sees, an der gegenüberliegenden Talwand, über fünfzig Schritt hoch an die Felswand gebaut, ein stattliches Schloss. An der Felswand konnte er noch erkennen, dass sich einige Orks von dem Schloss abseilen, ehe er auf Grund des schwindenden Zaubers zum Umkehren zu dem Rest der Gruppe gezwungen wurde.
Nach Elkos Rückkehr konnte man sich anhand der von ihm geschilderten Wegmarken auf der Karte orientieren und auf dieser so den derzeitigen Standort und den Ort, an dem sich die Blockhütte befindet, ausmachen. Auf dem Weg zurück zur Hütte, um Tsania und Corban abzuholen, mussten die Helden des Nachts noch einmal eine Rast einlegen, die aber völlig ereignislos verlief.
Nur kurze Zeit nach dem morgendlichen Aufbruch erreichte man zwei dicht beieinander stehende Linden, die hoch in den Himmel hinauf ragten und deren Astwerk teilweise verwachsen schien. Direkt neben einem der Bäume stand ein hölzernes Bett, in dem zwei Personen schliefen. Mit gezückten Waffen näherte man sich, ehe man aus einigen Schritt Entfernung schließlich erkennen konnte, dass es sich bei den beiden Personen um Corban und Tsania handelte. Beiden war es sichtlich peinlich, in einer solch diskreditierenden Position gefunden zu werden, obgleich sie gemeinsam beteuerten, dass man lediglich die Schlafstatt geteilt habe und nichts rahjagefälliges geschehen sei.
Zum Erstaunen Gerions schien Tsania völlig gesund und ausgeruht zu sein. Corban konnte berichten, dass dies sowohl seiner fürsorglichen Pflege als auch, weit wahrscheinlicher, dem mutmaßlichen Zauber einer Fee zu schulden sei, die er des Nachts an Tsanias Bett überrascht hatte. Auch konnte er berichten, dass es sich bei den beiden Eichen um die Blockhütte handelt, welche von Stunde zu Stunde immer weiter zu den Bäumen verwachsen ist, so dass man schließlich noch das Bett, den Schaukelstuhl sowie die Truhe aus ihrem Innern retten konnte, ehe sich die Natur alles zurückgeholt hat.
Bevor man zu einer Höhle am Rande des Talkessels, so sie auf der Karte ersichtlich war, aufbrach, gelang es Corban noch, Isindia mit guten Worten sowie einem Goldtaler eines der Kleider, welches man in der Hütte gefunden hatte, für Tsania abzuringen. Gewaschen, gekämmt und in das schicke grüne Bauschkleid gewandet, erinnerte nun zumindest rein äußerlich nichts mehr an die noch zwei Tage zuvor kurz vor dem Erschöpfungstod stehende ehemalige Gefangene der Hexe. Wie sich herausstellte, stammt Tsania aus Dunkelhain und wurde bereits vor vielen Tagen von der Chimäre verschleppt.
Auf dem Weg zur Höhle überquerte man eine kleine Brücke über den Fluss, die gänzlich aus Metall bestand, lediglich zweieinhalb Spann breit war und deren Geländer sogar nur einen Spann maß, jedoch mit winzigen metallenen Ornamenten verziert gewesen ist. Um zur Höhle zu gelangen, musste man am Rande des Talkessels einen Weg hinaufsteigen, da sie sich ungefähr auf halber Höhe der Klippen befand. Die Höhle selbst stellte sich für alle als Enttäuschung heraus, da es sich nicht wie erwartet um einen Ausgang sondern um eine Art Begräbnisstätte der Feen handelte. Lediglich Ordon ließ sich von der allgemeinen Enttäuschung nicht anstecken und ging trotz der Ermahnung von Rowin auf Schatzsuche in den Gräbern.
Elko beschloss, ein weiteres Mal in Vogelgestalt das Tal zu überfliegen und nach einem Ausweg Ausschau zu halten, während alle anderen den Rückweg ins Tal antraten. Am Abend war der Abstieg von dem Grat geschafft und die Helden legten sich schlafen um am nächsten Morgen zu dem Wasserfall aufzubrechen, aus dem sich der Fluss in das Tal ergießt. An dieser Stelle war auf der Karte eine Art Portal eingezeichnet und tatsächlich, dort angekommen sollten die Helden zwei Steinbögen in dem See am Fuße des Wasserfalls erkennen, welche an der Spitze zu einem Tor zusammenliefen.
Corban schwamm zu dem See hinüber und trat durch das Portal. Zu seiner Ernüchterung schien er zwar für die Anderen beim Durchschreiten des Bogens zu verschwinden, allerdings trat er lediglich auf der anderen Seite des Wasserfalls in eine kleine Grotte. Die Suche nach einem Ausgang aus dem Tal war also noch nicht von Erfolg gekrönt.
Bezüglich des weiteren Vorgehens der Gruppe entspann sich hiernach eine rege Diskussion, in deren Zuge sich zwei Parteien herausbildeten. Rowin, Isindia und Gerion wollten sich zu dem Schloss am Talrand begeben, welches Elko als Rabe erspäht hatte, während Ordon und Corban lieber dem Grat, der sie am Vortag zu der Höhle geführt hat, noch weiter hinauf zum Rande des Talkessels gefolgt wären. Tsania schienen unentschlossen, so dass eine Abstimmung zu Gunsten des Schlosses als nächstem Ziel endete. Bis auf eine Begegnung mit einer Gruppe kleinwüchsiger Weißhirsche sowie Isindia, die vorgab von einer Fee ein Kompliment für ihre Kleidung erhalten zu haben, verlief der Rest des Tages recht ereignislos.
Das Nachtlager schlug man in Sichtweite des Schlosses, jedoch vor neugierigen Blicken geschützt, in einem finster wirkenden Wald auf, dessen Dickicht schon nach wenigen Schritten undurchdringlich wirkte. Während der letzten der drei Nachtwachen entdeckte Tsania eine Orkpatroullie am Rande des Waldes und warnte sogleich Ordon, welcher zusammen mit ihr zur Wache eingeteilt war. Nachdem alle leise geweckt wurden und die Orks von den Helden anscheinend keine Notiz genommen hatten, entschied sich Isindia dafür, den Orks im Schutz des Dickicht des Waldes zu folgen. Allerdings ging dies nicht ganz lautlos vonstatten, so dass die Orks sowie ein sie begleitender Wolf aufgeschreckt wurden und einige Schritte in den Wald traten, um der Quelle der Geräusche auf den Grund zu gehen. Als sie schließlich den inzwischen alarmierten Helden gegenüberstanden, entschlossen sie sich angesichts der offensichtlichen Übermacht zur Flucht. Während Isindia, Gerion und Rowin den flüchtenden Schwarzpelzen nachsetzten, scharrten Ordon, Tsania und Corban die Habe der Gefährten zusammen und machten sich schnellen Schrittes daran, den anderen zu folgen, die dicht hinter den Orks über das steppengleiche Grasland hinfort in die Nacht entschwanden.
Während ihrer Hatz gelang es den Verfolgern nicht, die Orks einzuholen, die sich offenbar in Richtung der Burg flüchteten. Als die Helden einen Wald passieren zögerten Rowin, Isindia und Gerion schließlich, den Orks zu folgen, da sich die Sicht dort bei Nacht gegenüber den Orks noch nachteiliger ausgewirkt hätte. Außerdem schienen während des anstrengenden Laufes immer wieder wolfsähnliche Schatten im Wald mit den Helden schrittzuhalten. So entschied man sich, die letzte Strecke bis zur Burg nicht im Schutze des Waldes zurückzulegen, sondern sich direkt zur Felswand zu schlagen, die das Tal begrenzt und in der sich in einiger Entfernung die besagte Burg abzeichnete.
Kurz bevor man das Gemäuer in luftiger Höhe erreichte, konnte man sehen, wie zwei Orks an einer Strickleiter versuchten, vom Boden aus das nächste Felsplateu zur Burg zu erklimmen. Geistesgegenwärtig versuchte man die Schwarzpelze sprichwörtlich abzuschütteln, aber leider erwiesen sich diese als zu geschickte Kletterer und konnten so ihren Häschern entkommen. Direkt im Anschluss wurden die Helden mit Pfeil und Bogen von oben unter Beschuss genommen, so dass diese, wie Isindia und Rowin, entlang der Felswand nach Süden, oder, wie Gerion, über freies Feld nach Nordosten flüchten mussten.
Währenddessen gestanden sich die drei mit dem Gepäck der Gruppe über das weite Grasland marschierenden Recken ein, dass man die anderen wohl endgültig aus den Augen verloren habe. Und da die Morgendämmerung unmittelbar bevorstand, entschied man sich dazu, um nicht von den Orks entdeckt zu werden, Schutz in einem kleinen Hain zu suchen, welcher nur wenige hundert Schritte entfernt zu sehen war. Je näher man dem Hain kam, desto deutlicher konnte man erkennen, dass dieser aus Obstbäumen bestand, an denen die Früchte bereits kurz vor der Reife zu sein schienen. Peraine sei Dank! Gerade als man den Hain betrat, stolperte den dreien Gerion entgegen, dem ein orkischer Pfeil aus dem Rücken ragte, welcher ihn auf seiner Flucht getroffen hatte. Entkräftet sank er zu Boden. Was mit Rowin und Isindia geschehen war, wusste er nicht zu berichten.
Feenflügel III (BOR 14 Hal)
Feenflügel IV (BOR 14 Hal)
Geisterstunden (TSA 14 Hal)
Der Erbe von Kranick (TSA 14 HAL)
Tod in der Steinhauergasse (TSA 14 HAL)
Die Einsiedlerin (PHE 14 HAL)