Chronik
Der Alchimist (RON 14 Hal)Marmortränen I (EFF 14 Hal)
Marmortränen II (TRA 14 Hal)
Marmortränen III (TRA 14 Hal)
Marmortränen IV (TRA 14 Hal)
Marmortränen V (TRA 14 Hal)
Ein Elixier zu Brauen (TRA 14 Hal)
Das Steinerne Schiff (TRA 14 Hal)
Rückkehr zum Schwarzen Keiler (TRA 14 Hal)
Der Zirkus in Gratenfels (TRA 14 Hal)
Über den Greifenpass I (TRA 14 Hal)
Über den Greifenpass II (TRA 14 Hal)
Kopfgeldjagd im Kosch I (BOR 14 Hal)
Kopfgeldjagd im Kosch II (BOR 14 Hal)
Eiseskälte (BOR 14 Hal)
Helden: Gerion, Rowin, Ulfried, OrdonDer Flug der Chimäre (BOR 14 Hal)Meisterpersonen: Kamarix, Vetter von Ordon; Nadija, die Waise
Eine Woche zuvor bricht Ordon zusammen mit seinem Vetter Kamarix auf, um eine Fuhre Ferdoker, Zwergenbier und Almadaner Landwein von Angbar über den Kosch nach Albernia zu bringen und dort gewinnbringend zu verkaufen. Der Winter hat dem östlichen Kosch noch nicht so zugesetzt und so brechen die beiden Zwerge frohen Mutes auf. Doch bald schon müssen auch sie feststellen, dass Väterchen Firun den Greifenpass fest in seinem Griff hat. Nicht nur das – auch hören sie bald von Orken, die im westlichen Kosch ihr Unwesen treiben. Die wenigen Wanderer, die die Zwerge auf ihrer Reise antreffen, warnen sie vor den Gefahren des Kosch, doch Kamarix tut dies als den sprichwörtlichen Aberglauben der menschlichen Dorfbewohner ab und auch Ordon kann so ein lausiges Geschwätz nicht erschüttern, erst recht nicht, wenn am Ende des Weges ein gutes Geschäft wartet.
So werden die Zwerge auf ihrer Reise tagsüber von Kälte und Schnee begleitet, während sie für die Nacht Unterkunft in den Siedlungen entlang der Passstrasse finden, die oft nur aus wenigen Hütten bestehen, so auch das Dorf Kammhütten. Als sie am nächsten Tag aufbrechen wollen, herrscht Aufbruchstimmung im Dorf. Zwei Familien haben von den Zwergen erfahren und wollen die Gelegenheit nutzen, das Dorf endlich zu verlassen, da sie sich nicht mehr sicher fühlen. Ein weiteres Ehepaar bricht in die Berge auf, um, wie die Zwerge später erfahren, nach ihrer Tochter zu sehen, die in die Obhut des Firuntempels unweit des Dorfes gegeben wurde.
Zusammen mit den Dorfbewohnern brechen die Zwerge auf gen Gratenfels. Die verschneite Passstrasse macht das Vorankommen zu einem mühseligen Unterfangen. Bereits während des Tages hat sich die Umgebungstemperatur deutlich abgesenkt und als die Nacht hereinbricht, haben die Reisenden noch nicht ihr Tagesziel – das nächste Dorf – erreicht. Doch die Kälte erscheint als das geringere Problem, als ein halbes Dutzend Orks über eine Anhöhe auf die Reisenden zustürmt. Überschattet werden die Schwarzpelze von einem drei Schritt großen Riesen, offensichtlich einem Oger, der einen übergroßen Vorschlaghammer schwingt.
Die Reisenden fliehen vor den Angreifern in den nahegelegenen Wald, nur ein Holzfäller bleibt zurück und stellt sich den Orks entgegen. Auch Ordon überlegt einen Moment, sich dem Kampf zu stellen. Der erste anstürmende Ork wird vom Holzfäller niedergestreckt, doch gegen seinen zweiten Gegner, den Oger, kann der Holzfäller nicht bestehen und wird mit einem mächtigen Schlag zu Boden geschickt. Als der Oger mit einem weiteren Hieb nachsetzt, ist das Schicksal des Holzfällers besiegelt. Ordon schlägt die auf dem Wagen seines Vetters festgebundenen Fässer los und kann sich somit vor der Meute in Sicherheit bringen. Einzig ein Ork ist ihm auf den Versen, dem er sich zum Kampf stellen muss. Ordon kann fast alle Angriffe des Orks parieren und besteht den Kampf ohne große Verletzungen. Auf der Suche nach seinem Vetter stößt Ordon auch auf die restlichen Reisenden, die er bis nach Passweiler führen kann, ohne den Orks ein weiteres Mal zu begegnen.
Auch die Helden erreichen Passweiler an diesem Abend. Noch vor der Tür zur Herberge treffen sie auf Gerion, der Neuigkeiten von der Passstation zu berichten hat. Gerion erzählt von einem Kampf auf dem Turm der Magierin Domaris, die sich gegen die Chimäre erwehren musste. Offenbar gelang es der Magierin, das Untier zu verteiben.
In der Herberge begutachten die Helden die Neuankömmlinge aus Kammhütten, sowie die zwei Zwerge. Von diesen erfahren die Helden, dass es östliche von Passweiler erneut zu einem Orküberfall gekommen ist. Nach anfänglichen Bedenken willigen die Helden ein, Ordon auf der Suche nach dem beim Überfall gestohlenen Bier zu helfen.
Am nächsten Morgen brechen die Helden auf, um den Tatort genauer zu untersuchen, denn es ist nicht das erste Mal, dass die Helden von einem Angriff der Orks östlich von Passweiler hören. Auf ihrem Weg haben die Helden wieder mit Schnee und Kälte zu kämpfen, bis sie gegen Mittag am Ort des Geschehens eintreffen. Schon aus der Ferne können sie erkennen, dass sich ein Rudel Wölfe zwischen den zurückgebliebenen Karren der überfallenen Dorfbewohner tummelt. Ordon feuert einen Bolzen auf die Tiere ab und erregt damit ihre Aufmerksamkeit. Während er seine Armbrust nachspannt, kommt Unruhe in das Rudel. Rowin ergreift die Initiative und bewegt sich auf die Wölfe zu. Als er ihnen zu nahe kommt, greifen ihn die Wölfe an. Den ersten anstürmenden Wolf kann Rowin gleich zurück in den Schnee schicken, doch ein zweiter verbeisst sich in seinem Bein und macht ihn für die anderen Wölfe zu einem leichteren Ziel. Aber Rowin gibt nicht nach und verschafft seinen Kameraden die Gelegenheit, die anderen Wölfe zu erlegen.
Nach dem Kampf können die Helden einen Blick auf die Beute werfen, die die Wölfe verteidigt haben. Es handelt sich um die Überreste des Holzfällers, der in der Nacht zuvor vom Oger erschlagen wurde. Da der Boden schon seit Wochen gefroren ist, richten die Helden mit dem Holz eines Karrens eine Feuerbestattung aus. Die Suche nach Hinweisen in der näheren Umgebung bleibt jedoch erfolglos, so dass die Helden nicht schließen können, woher die Orks gekommen oder wohin sie verschwunden sind. Da wird Ulfried auf ein Keuchen aufmerksam, dass ihm der Wind wie ein Flüstern ans Ohr trägt. Er begibt sich auf die nächste Anhöhe, kann aber nichts oder niemanden im dahinterliegenden schneebedeckten Wald erkennen. Erst als die anderen Helden auch Ausschau halten, werden sie auf eine Bewegung im tiefergelegenen Wald aufmerksam. Vorsichtig nähern sich die Helden der Stelle an, bis sie auf eine im Schnee liegende Gestalt stoßen, neben der ein junges Mädchen kniet. Stehenden Füßes stellen die Helden fest, dass die Frau im Schnee erfroren ist. Die Helden widmen sich dem Mädchen, das allerdings keine Regung zeigt und ihnen willenlos erscheint. Die beiden Fremden weisen überdies eine gewisse familiäre Ähnlichkeit auf, so dass Ordon vermutet, es könne sich bei der Toten um die Frau handeln, die zusammen mit ihrem Mann von Kammhütten aufgebrochen war, um nach ihrer Tochter zu sehen, die die Helden jetzt vor sich sehen.
Die Helden beschließen, dass Ulfried das Mädchen zurück nach Passweiler bringen soll, während die anderen Helden auch der Erfrorenen eine Feuerbestattung bereitet. Inzwischen ist es wieder merklich eisiger geworden. Ulfried hat am meisten darunter zu leiden und erreicht zusammen mit dem Mädchen gerade noch rechtzeitig die Herberge in Passweiler, denn ihm ist bereits jegliches Gefühl aus dem Körper geschwunden. Etwas später treffen auch die restlichen Helden ein.
In der Herberge können die anderen Bewohner aus Kammhütten die Identität des Mädchens aufklären. Es handelt sich tatsächlich um Nadija, die von ihren Eltern vor einigen Wochen in die Obhut eines Firuntempels gegeben wurde, um dort über den Winter die zwölfgöttliche Unterweisung zu erfahren. Anhand der Beschreibung der Toten, die die Helden bei Nadija gefunden haben, vermuten auch die Dorfbewohner, dass es sich um Nadijas Mutter handeln müsse. Nur ist das Mädchen immer noch nicht ansprechbar und starrt weiterhin ins Leere. Auch in der Herberge wird es spürbar kälter und die Gäste rücken näher an das wärmende Feuer des Kamins.
Für die Nachtwache beschließen die Helden, das Mädchen im Auge zu behalten. Dabei bemerken die Helden, dass Nadija die ganze Nacht in das Feuer des Kamins starrt und keine Auge zu tut. Als die Helden am nächsten Morgen ihre weiteren Schritte besprechen, steht Nadija unvermittelt auf, und bewegt sich zur Tür. Jetzt bemerken auch die Helden, dass von dem Mädchen eine unheimliche Kälte ausgeht und lassen sie gewähren. Ordon muss unterdessen feststellen, dass sein Vetter, sowie der alte Greis und ein Kind der Dorfjugend, die die Nacht unmittelbar neben dem Mädchen geschlafen haben, über Nacht erfroren sind.
Vor der Herberge kommt ein Schneesturm auf, der Nadija in seine Mitte nimmt und sie in Richtung Südosten davon trägt. Die Helden sind sich zuerst nicht einig, ob sie Nadija folgen sollen, beschließen dann aber doch, der Schneise zu folgen, die ihr Schneesturm hinterlassen hat und ihren Weg eindeutig beschreibt.
Nach einem Tagesmarsch durch Wälder und Berge, von Kälte und Wind gezeichnet, erreichen die Helden zur Dämmerung ein steinernes Gebäude, das auf einer verschneiten Au vor einem Gebirge errichtet wurde. Als die Helden sich vorsichtig nähern, können sie erkennen, dass es sich um einen Firun-Tempel handelt, der allerdings schon vor längerer Zeit einem Angriff zum Opfer fiel, denn das Eingangstor ist eingeschlagen und keine Menschenseele ist im Inneren auszumachen. Die Helden schauen sich im Tempel um und müssen feststellen, dass dieser offenbar geschändet wurde, da selbst die spärlich Einrichtung, die man einem dem Firun geweihten Tempel zuschreibt, zusammengetragen und in der Haupthalle verbrannt wurde. Aus dem hinteren Teil des Tempels ertönt jedoch ein leises Heulen. Hier finden die Helden neben den erschlagenen Priestern auch einen einfachen Bauern, der ihr Schicksal teilt und leblos neben einem steinernen Sarkophag liegt. Dieser wurde sowohl aufgebrochen als auch von seinem eigentlichen Standpunkt in der Mitte des Raumes verschoben, so dass er nun ein etwa zwei Spann großes Loch freigibt, durch das sich höchstens ein Zwerg oder ein Kind zwängen könnte. Aus dem Dunkel darunter ertönt das Heulen und Jaulen, das die Helden schon von außerhalb des Tempels vernehmen konnten – nur mischt sich plötzlich auch ein mehrstimmiges Stöhnen direkt neben den Helden unter die Geräusche aus der Tiefe, als sich die Körper neben ihnen erheben. Unschlüssig, was sie tun sollen, da es sich bei den wandelnden Leichen um die ehemalige Priesterschaft des Tempels handelt, die bedrohlich auf sie zu wanken, weichen die Helden zuerst bis zum Eingang des Tempels zurück, um die unheimlichen Gegner in der Enge des Torbogens zu stellen. Nur geht ihr Vorhaben nicht auf, da die Untoten unaufhaltsam vorwärts marschieren und die Helden weiter zurück drängen. Während Rowin Gerion und Ordon auf die wandelnden Kadaver einschlagen, kann Ulfried es nicht mit sich vereinbaren, Hand an die Priester zu legen. Er macht den anderen drei Helden große Vorwürfe, nachdem sie die untoten Gegner in Stücke geschlagen haben, dass man doch keine Götterdiener angreifen könne.
Erschüttert von diesem Ereignis zieht sich Ulfried zum nahen Wald zurück. Dort stolpert er unvermittelt über ein Reh, das im Stehen erfroren ist. Glücklich über diesen Fund, der einen leckeren Braten verspricht, ruft er die anderen Helden herbei. Die Freude weicht aber schnell wieder aus seinem Gesicht, als das erfrorene Reh nach Rowin beißt. Selbst mit einem gezielten Kehlenschnitt kann Ulfied das Tier nicht in die Knie zwingen, so dass es wieder an Rowin ist, das Tier zu enthaupten.
Dies nehmen die Helden zum Anlass, dem Spuk endlich auf den Grund zu gehen. So machen sie sich wieder auf zum Tempel. In der Grabkammer fällt ihnen dann auf, dass die zerschlagene Deckplatte des Sarkophags einst eine Inschrift trug, die nun allerdings bröckchenweise auf dem Boden verteilt liegt. Die Helden können die meisten Fragmente zusammentragen und so den Großteil der Inschrift entziffern, die vor einem alten Übel warnt, dass an diesem Ort eingeschlossen wurde. Nichts Gutes erahnend schieben die Helden den Sarkophag zur Seite und steigen in die Dunkelheit darunter hinab, aus der es beständig heult und pfeift wie der Wind durch ein altes Gemäuer. Den Helden wird klar, dass sie sich dem Zentrum der Kälte nähern. Als die Helden das Ende des Abstiegs erreichen, der in einer Kaverne endet, ist es beinahe niederhöllisch kalt. Der Wind pfeift den Helden um die Ohren und droht ihre einzige Fackel zum Erlöschen zu bringen. Die Helden können die Ausmaße der Höhle im Lichte der Fackel erahnen und Nadija in der Mitte des unterirdischen Hohlraums in 3 Schritt Höhe schwebend ausmachen. Für Gerion und Ordon ist es allerdings zu spät: sie erliegen den eisigen Temperaturen. Auch Ulfried und Rowin wissen, dass ihnen nicht viel Zeit bleibt, denn die Kälte hat auch sie bereits durchdrungen.
Rowin bemerkt unter dem schwebenden Kind, von dem der Wind und die Kälte ausströmt, eine große Steinplatte, auf der ein ebenso großes, unbekanntes Zeichen angebracht wurde, das aus acht ähnlichen Segmenten besteht. Anscheinend wurden einige Segmente verwischt. Um die Steinplatte herum, sowie in kleineren Furchen auf dem Stein, ziehen sich dünne Faden aus gefrorenem Blut, in deren Nähe kleine Gesteinsbrocken abgeplatzt und weitere Risse im Stein entstanden sind. Ulfied entdeckt an einigen Stalagmiten die Symbole, die das Zeichen auf der Steinplatte bilden. In Ermangelung von Farbe verwendet Rowin sein eigenes Blut, um die verwischten Zeichen wieder nachzuzeichnen. Erst als das letzte Segment – das Symbol des Firun - dem Zeichen hinzugefügt wurde, ebbt der Wind ab und die Kälte entflieht der Höhle. Nadija fällt bewusstlos zu Boden. Gerion und Ordon können sich mit Hilfe von Ulfried und Rowin aus der Höhle retten und noch im Tempel versorgt werden.
Am nächsten Tag kommt auch Nadija wieder zu Sinnen. Sie kann berichten, dass der Tempel von Orks überfallen wurde, woraufhin die Priester das Mädchen in der unterirdischen Kammer versteckten. Nadija suchte nach einem anderen Ausweg, doch das Letzte, an das sie sich erinnern kann, ist die große Steinplatte mit dem merkwürdigen Zeichen darauf.
Die Helden brechen nach Norden auf, wo sie Kammhütten vermuten. Als sie dort am Abend ankommen, finden sie die Herberge verlassen vor. Während Ordon sich an der Hintertür zu schaffen macht, werden die Helden vom Dorfvorsteher angesprochen. Dieser erkennt Nadija wieder und bittet die Helden zu sich in die Hütte. Nachdem die Helden ihm die Ereignisse, vor allem, dass Nadija nun eine Waise ist, geschildert haben, lässt er sie in die Herberge und erklärt sich bereit, vorerst für Nadija zu sorgen. Nach einer erholsamen Rast reisen die Helden am darauffolgenden Tag zurück nach Passweiler.
Hier werden noch immer die Toten betrauert, die in der Nacht von Nadijas Anwesenheit erfroren sind. Unter ihnen ist auch der Dorfälteste, der immer viele Geschichten erzählen konnte. Aber auch seine verwitwete Frau kann sich an eine Geschichte erinnern, über die sie die letzten Tage nachgedacht hat und die sie mit den Helden teilt. In dem Märchen handelt es sich um ein Waisenkind, das einem fürchterlichen Drachen einen Blumenstrauß schenken wollte, aber von diesem gefressen wurde, woraufhin sich der Drache in Wohlgefallen auflöste. Das gibt den Helden zu denken ...
Vergessen im Kerker (BOR 14 Hal)
Feenflügel I (BOR 14 Hal)
Feenflügel II (BOR 14 Hal)
Feenflügel III (BOR 14 Hal)
Feenflügel IV (BOR 14 Hal)
Geisterstunden (TSA 14 Hal)
Der Erbe von Kranick (TSA 14 HAL)
Tod in der Steinhauergasse (TSA 14 HAL)
Die Einsiedlerin (PHE 14 HAL)